Ig-Nobelpreise

Preis an VW für "Lösung" des Abgasproblems

Forschung, die "erst zum Lachen und dann zum Denken anregt" - zehn solche Projekte haben in der Nacht den Ig-Nobelpreis bekommen. Das ist quasi der Anti-Nobelpreis.

Den Ig-Nobelpreis für Psychologie gab's für eine Studie, in der tausend Lügner befragt wurden, wie oft sie lügen - und ob man ihren Antworten glauben kann. Schön auch der Medizin-Preis, für die Entdeckung, dass man ein Hautjucken auf der linken Seite des Körpers lindern kann, indem man sich vor einen Spiegel stellt und die rechte Seite kratzt - das Gehirn lässt sich also austricksen.

Beim Chemie-Ig-Nobelpreis gibt's einen Seitenhieb auf Volkswagen: Der Autokonzern wurde geehrt für seine "Lösung" des Problems von zu viel Abgasen durch die Schummelsoftware bei den Abgastests. Von Volkswagen war niemand da, um den Preis an der US-Elite-Uni Harvard entgegen zu nehmen.

Zwei japanische Ig-Nobelpreis-Träger demonstrierten ihre Forschung dagegen sogar auf der Bühne - sie haben untersucht, ob Dinge anders aussehen, wenn man sich hinunterbeugt und sie durch die Beine ansieht.