Irland

Entschädigung für Abtreibung im Ausland

Abtreibung ist in Irland streng verboten, selbst nach Vergewaltigungen oder bei schweren Missbildungen des Embryos. Viele Frauen reisen deshalb ins Ausland, um dort abtreiben zu lassen.

Eine Frau hatte deswegen vor dem Uno-Menschenrechtsausschuss geklagt und eine Entschädigung von der irischen Regierung gefordert. Ihr ungeborenes Kind war totkrank gewesen, sie hatte es in Großbritannien abtreiben lassen. Jetzt hat der irische Gesundheitsminister der Frau 30.000 Euro Entschädigung angeboten. Es ist das erste Mal, dass Irland einer Frau wegen einer Abtreibung im Ausland eine Entschädigung zahlt.

Der Uno-Menschenrechtsausschuss hatte gefordert, dass erstens eine Entschädigung gezahlt wird und zweitens das irische Abtreibungsgesetz geändert wird. Das will die irische Regierung aber nicht. Im Moment berät eine Bürgerversammlung, ob es eine Volksabstimmung zu dem Thema geben könnte.

Eine Demonstrantin protestiert gegen das strikte Abtreibungsverbot in Irland (2014)