Der verschwundene Pinguin aus dem Luisenpark in Mannheim ist nahe des Zoos tot gefunden worden.

Laut Polizei wurde die Leiche des Humboldt-Pinguins am Rande eines Parkplatzes entdeckt. Die Beamten vermuten, dass der Täter das Tier dort abgeladen hat. Es sei unklar, ob der Pinguin zunächst noch gelebt hat. Die Zeitung "Rheinpfalz" hatte vorher berichtet, der Pinguin sei ohne Kopf gefunden worden. Das hat wohl nicht gestimmt.

"Einen schlimmeren Ausgang hätte der Vorfall nicht nehmen können. Wir alle sind erschüttert. Erschüttert über den Tod, aber auch über so wenig Achtung im Umgang mit Lebewesen."
Joachim Kölztsch, Direktor Luisenpark, Mannheim

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat ein Ermittlungsverfahren gegen unbekannt eingeleitet. Ein Experte des Zoo-Verbands vermutet, dass der Entführer ein Spezialist ist und dass es sich um organisierte Kriminalität handelt - mit dem Ziel, das Tier ins Ausland zu verkaufen, etwa an einen reichen Auftraggeber. Besonders begehrt seien stark bedrohte Arten, vor allem im Vogel- und Reptilienbereich. Den Käufern gehe es etwa um die Zucht oder auch um einen privaten kleinen Zoo. Dass der Pinguin von alleine frei gekommen ist oder dass ihn ein anderes Tier entführt hat, schließen die Behörden aus.

Der Pinguin war am Samstag aus dem Zoo verschwunden.

Einen richtigen Namen hatte der verschwundene Humboldt-Pinguin übrigens nicht. Im Zoo wird er liebevoll "Nummer 53" genannt. Auf Twitter wurde der Pinguin trotzdem zum Star.

Tierdiebstahl gab es in der Vergangenheit auch schon in anderen Zoos: zum Beispiel wurden im Zoo Krefeld Papageien gestohlen, im Dortmunder Zoo waren es unter anderem Zwergseidenäffchen.