Wissenschaftler haben's nicht leicht.

Sie stehen ständig unter Druck möglichst viele, möglichst spektakuläre Entdeckungen zu veröffentlichen und müssen um begrenzte Forschungsgelder kämpfen. Das führt dazu, dass falsche oder übertriebene Ergebnisse publiziert werden, das zeigt eine Studie in Royal Society Open Science. Die Autoren haben sich Verhaltensstudien der letzten 60 Jahre vorgenommen. Viele davon enthalten methodische Fehler. Zum Beispiel wurden in drei von vier Studien zu wenig Daten erhoben um kleine Effekte nachzuweisen - und dieser Trend hat sich seit den 50er Jahren nicht verbessert.

Auch den Profilierungsdruck dokumentiert die Studie: Im Vergleich zu 1974 kamen in Veröffentlichungen von 2014 Wörter wie "innovativ" oder "bahnbrechend" 25mal häufiger vor.

Die Autoren sagen: Es liegt nicht unbedingt daran, dass Forscher bewusst betrügen oder ihre Ergebnisse beschönigen wollen, sondern am Druck, möglichst viel zu veröffentlichen. Deswegen müsse sich das System grundlegend ändern.

Mehr Infos dazu hat die Zeitung Guardian veröffentlicht.