Der Zustand von Materie hat es ihnen angetan - den britischen Physikern David Thouless, Duncan Haldane und Michael Kosterlitz. Das Nobelpreis-Komitee in Stockholm hat sie für ihre theoretische Arbeiten in der Physik ausgezeichnet.

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an drei Wissenschaftler, die in den USA forschen. Sie haben in der theoretischen Physik besondere Zustände von Materie beschrieben, fernab von fest, flüssig oder gasförmig. Sie haben auch ungewöhnliche Phasen in Supraleitern oder in Supraflüssigkeit beobachtet. Das sind Materialien, die extrem gut Strom leiten und zum Beispiel in Teilchenbeschleunigern verwendet werden. Mit ihrer Forschung haben die drei Preisträger Grundlagen gelegt für neue Elektronik.

Letztes Jahr ging der Nobelpreis für Physik an zwei Teilchenforscher aus Japan und Kanada. Sie konnten nachweisen, dass die elektrisch neutralen Elementarteilchen "Neutrinos" Masse haben.

Die Nobelpreiswoche geht morgen mit dem Preisträger für Chemie weiter, Freitag gibt es dann den Friedensnobelpreis.

Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften
"Die Geehrten haben eine Tür zu einer unbekannten Welt geöffnet, in der Materie seltsame Zustände annehmen kann."