Hauptsache ich habe mehr als der andere!

So entscheiden laut spanischen Forschern die meisten von uns, wenn sie in einem sozialen Dilemma stecken. Das entsteht immer dann, wenn wir uns entscheiden müssen, ob wir mit jemanden zusammenarbeiten. Ein Beispiel: Zwei Menschen könnten zusammen ein Reh erlegen oder aber jeder jagt alleine. Dann können sie zwar nur kleine Beute wie Kaninchen jagen - die phat dann aber jeder für sich.

Die Forscher brachten rund 500 Testpersonen in eine ähnliche Situation. Sie mussten verschiedene Spiele spielen. Als Gewinne gab es Lose für Einkaufsgutscheine. Eine Computeranalyse zeigte: Bei der Entscheidung gab es vier verschiedene Typen. Ein Drittel waren Neider, die alles daran setzten, mehr zu gewinnen als das Gegenüber. Auch, wenn sie selbst dadurch nicht das Maximum herausholten.

Die anderen Typen machten jeweils ein Fünftel aus. Einer von ihnen war der vertrauensvolle Typ, der auch eher irrational vorging und immer die Kooperation mit dem Gegenüber wählte.

Eher rational verhielten sich Optimisten und Pessimisten - die einen gingen ein hohes Risiko ein bei den Kooperationen, um möglichst viel Gewinn zu machen, die anderen versuchten das Risiko gering zu halten.

Die klare Aufteilung in vier Typen hat die Forscher überrascht. Bis jetzt dachte man, dass Menschen je nach Situation entscheiden und die Persönlichkeit keine Rolle spielt.