Bye Bye Rosetta.

Die Raumsonde ist Freitag-Nachmittag auf dem Kometen Tschuri aufgeprallt - damit ist ihre mehr als zwölfjährige Reise über fast sieben Milliarden Kilometer beendet.

Donnerstag hatte sie ihre letzte Mission begonnen und auf ihrem Weg zu Tschuri immer wieder Daten und Fotos zur Erde geschickt. Die sind wichtig für die Forscher: In dem Kometen stecken wahrscheinlich weitgehend unveränderte Reste aus der Zeit vor 4,6 Milliarden Jahren, als das Sonnensystem entstand. Rosettas letztes Bild entstand beim Absturz, 51 Meter über der Kometenoberfläche.

Rosettas letzte Aufnahme vom Kometen Tschuri

Meilenstein der Kometenforschung

Die Tochtersonde Philae, die Rosetta vor zwei Jahren auf dem Kometen abgesetzt hatte, hat auf dem Kometen zum Beispiel organische Moleküle nachgewiesen. Dann musste sie aufgeben, weil ihr Sonnensegel zu wenig Energie produzierte. Ähnliches ist auch der Grund für das Ende von Rosetta: Die Sonde bekommt nicht mehr genug Sonnenenergie, um ihre Instrumente weiter anzutreiben und zu steuern. Die ganze Mission gilt als Meilenstein in der Kometenforschung.

Kathrin Sielker, DRadio-Wissen-Nachrichtenredaktion
"Das gab es vorher noch nie, manche Wissenschaftler vergleichen diese Sensation mit der Mondlandung 1969.“