In der Katholischen Kirche ist ein Streit darüber ausgebrochen, ob Verhütung erlaubt werden sollte oder nicht.

Mehr als 500 Theologen - die meisten davon US-Amerikaner - unterzeichneten laut US-Medienberichten eine Erklärung, in der sie die Lehre der Katholischen Kirche zur Empfängnisverhütung unterstützen. Diese Lehre fußt auf dem fast 50 Jahre alten Schreiben "Humanae vitae" von Papst Paul VI. Dieser hatte 1968 künstliche Verhütungsmethoden als moralisch verwerflich bezeichnet, weil durch sie der sexuelle Akt bewusst von der Fortpflanzung getrennt werde - und das fördert laut Papst Paul VI. die sexuelle Freizügigkeit.

Angestoßen wurde die neue Diskussion in der Kirche von Theologen des britischen Wijngaard-Instituts. Sie hatten im August gesagt, dass die katholische Lehre in diesem Punkt falsch liege. Denn weder die Bibel noch die Biologie böten Gründe dafür, dass Geschlechtsverkehr in allen Fällen offen für Fortpflanzung sein muss. Der Gebrauch von Verhütungsmitteln könne außerdem auch Krankheiten verhindern und allein deshalb ethisch gerechtfertigt sein.

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