Ein Hilfskonvoi der Uno in Aleppo ist bombardiert worden.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Roter Halbmond, dem Pendant zum Roten Kreuz, starben dabei ein Uno-Mitarbeiter und etwa 20 Zivilisten.

Durch die Bombardierung wurden außerdem 18 von 31 Lastwagen mit Essen und Medikamenten für tausende Menschen zerstört.

Die Uno spricht von einem möglichen Kriegsverbrechen. Es handele sich um einen gezielten und absichtlichen Angriff. Allen Kriegsparteien hätten gewusst, wohin der Konvoi unterwegs war.

Für den Angriff wird die syrischen Armee verantwortlich gemacht - die die Bombardierung allerdings abstreitet. Die syrische Armee hatte wenige Stunden vor der Bombardierung erklärt, dass für sie die Waffenruhe in Syrien beendet ist. Kurz darauf hatte sie begonnen, die Stellungen von Rebellen zu beschießen.

In den Augen der USA ist aber indirekt Russland verantwortlich. Es sei Russlands Aufgabe, seinen Verbündeten, den syrischen Machthaber Baschar al Assad, und dessen Truppen unter Kontrolle zu halten, hieß es aus dem US-Außenministerium. Man werde deshalb ernste Gespräche mit Russland führen. Russland hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums sagte, der Konvoi sei nicht bombardiert worden sondern habe Feuer gefangen.

Scharfe Worte der Uno

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat beim Beginn einer Uno-Vollversammlung in New York einige Mitgliedstaaten scharf kritisiert. Er sagte, im Plenarsaal seien Vertreter von Regierungen anwesend, die Gräueltaten gegen das syrische Volk ignoriert, möglich gemacht, finanziert oder sich daran beteiligt hätten. Diese Regierungen, die die Kriegsmaschine weiter fütterten, hätten auch Blut an ihren Händen. Ban, der Ende des Jahres aus dem Amt als Generalsekretär ausscheidet, sagte auch, in dem mehr als fünfjährigen Konflikt gebe es keine militärische Lösung.