Wie schön wäre es bitte, einen Röntgenblick zu haben? Einfach durch Wände durch schauen.

Forscher vom MIT arbeiten daran. Sie haben ein Gerät entwickelt, das einmal Bücher lesen soll, ohne sie aufzublättern. Laut ihrem Bericht im Fachblatt Nature Communications hat es ihr Prototyp schon geschafft, die ersten neun verdeckt liegenden Seiten eines Papierstapels zu lesen. Dafür benutzen sie allerdings keine Röntgen-, sondern Terahertzstrahlung. Das sind elektromagnetische Strahlen, die zum Beispiel in der Lage sind, den winzigen Anteil Luft, den es zwischen den Seiten gibt, auszumachen. Unterschiedliche Chemikalien, zum Beispiel Druckertinte, reflektieren die Strahlen dann unterschiedlich zurück. Das System erkennt so, wo das Papier bedruckt ist.

Die MIT-Forscher haben schon erste Interessenten: Das Metropolitan Museum in New York hat ein paar sehr kostbare, antike Bücher, die so wertvoll sind, dass sie nicht angefasst werden dürfen. Was drin steht, würden die Museums-Leute trotzdem gern wissen.