Die Mitte des 20. Jahrhunderts war in den USA unter anderem geprägt durch die ersten große Erfolge im Weltraum - und durch krassen Rassismus.

Da erscheint es ziemlich erstaunlich, dass für die Weltraumerfolge ausgerechnet schwarze Frauen mitverantwortlich waren. Eine von ihnen, die Mathematikerin Katherine Johnson, errechnete zum Beispiel die Flugbahn für den ersten Amerikaner im All 1961 und legte damit auch die Grundlage für die Apollo-11-Mission zum Mars.

Die Geschichte dieser Frauen hat die Tochter eines schwarzen Astronauten jetzt aufgeschrieben. Einige von ihnen kannte sie persönlich. In ihrem Buch Hidden Figures schreibt sie, dass die Frauen Colored computers genannt wurden und wegen der Rassentrennung in einem abgetrennten Gebäude arbeiten mussten. Ihre Karriere bei der Nasa und deren Vorgänger hatten die Frauen dem Zufall zu verdanken: Sie wohnten in der Nähe der Zentrale und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs fehlten weiße, männliche Ingenieure und Mathematiker.

Bis in die Achtziger Jahre arbeiteten 80 schwarze Mathematikerinnen und Physikerinnen für die US-Weltraumprogramme - gegenüber 1000 weißen Frauen.