Fernsehen macht blöd - aber unglaublich viel Spaß, das ist das Motto von Philipp Walulis TV-Satire "Walulis sieht fern". Darin macht er sich zum Beispiel Gedanken darüber, wie "Game of Thrones" aussehen würde, wenn die Serie in Deutschland für das Vorabendprogramm produziert würde. Er ist unser Gast in Eine Stunde Was mit Medien.

Philipp Walulis läßt kurzerhand die Ritter der Degeto-Ordens, benannt nach der gleichnamigen Produktionsfirma, in der Serie auftreten, die all das töten, was "Game of Thrones" ausmacht: Komplexe Handlungsstränge, vielfältige Charaktere und Zeit für anspruchsvolle Dialoge. 2011 ging es mit "Walulis sieht fern" bei Tele 5 los. Seit 2012 ist die Sendung bei Eins Plus zu sehen und in diesem Herbst gibt es neue Folgen.

Wenn ein Satire-Verbot die Pressefreiheit bedroht

Außerdem geht es in Eine Stunde Was mit Medien um die Kehrseite der Satire, wenn sich Betroffene ungerecht behandelt fühlen und Satire gerichtlich verbieten wollen. So sehen wir das derzeit im Fall von Zeit-Herausgeber Josef Joffe und Zeit-Redakteur Jochen Bittner, die gegen die ZDF-Sendung "Neues aus der Anstalt" gerichtlich vorgehen. In der Sendung ist die Abhängigkeit von Journalisten zu transatlantischen Organisationen demonstriert worden.

Gerichtliches Verbot

Josef Joffe und Jochen Bittner haben ein gerichtliches Verbot gegen einzelne Aussagen erwirkt. Was bedeutet das für die Pressefreiheit und für die Glaubwürdigkeit des Journalismus? Das klären wir mit dem Fachanwalt Thomas Stadler, der das Vorgehen gegen die Satire-Sendung im Interesse der Meinungs- und Informationsfreiheit aus publizistischen Erwägungen für falsch hält.

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