Melissa Schumacher ist ein "Indojunkie". Mehrmals im Jahr reist die 25-Jährige nach Indonesien, lernt Land, Leute und die Kultur besser kennen und schreibt anschließend über ihre Erlebnisse. Ihr Blog ist mittlerweile so erfolgreich, dass sie davon leben kann.

Vor einer Woche ist Melissa von ihrer jüngsten Indonesien-Reise zurückgekommen. Zwei Monate lang war die 25-Jährige wieder mal in dem Land unterwegs, das es ihr auf ihren Reisen am meisten angetan hat. Melissa bezeichnet sich selbst als "Indojunkie". In unzähligen Momenten hat sie sich in die atemberaubende Unterwasserwelt der Inselgruppe, die vielfältige Natur und Kultur des Landes verliebt. Auch wenn man innerhalb eines Landes unterwegs ist, nimmt man Eindrücke von Tausenden mit, sagt sie.

"Das ist einfach so faszinierend, dass man auf die Insel reist und auf einmal bei einer Caci-Tanz-Kampf-Performance landet, am nächsten Morgen an einem Ort ist, wo Scharia-Gesetze herrschen und am nächsten Tag Weihnachten mit Christen in der Kirche verbringt."

Nach ihrer ersten Reise auf die südostasiatische Inselgruppe im Jahr 2011, reist sie mittlerweile mindestens zwei Mal pro Jahr hin. Indonesisch beherrscht sie fließend – vor allem, weil die Sprache zu den einfachsten der Welt gehört, wie sie sagt: Keine Grammatik, keine Zeiten, keine Artikel: "Die Wörter werden einfach hintereinander gepackt, man muss sie nur aneinanderreihen und Vokabeln lernen."

Melissa Schumacher
© Melissa Schumacher
Melissa vor dem Bromo-Vulkan auf der indonesischen Insel Java.

Mit im Reisegepäck hat die 25-Jährige immer eine Ukulele, weil sie damit sofort mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommt. Besonders geprägt hat Melissa die Zeit, in der sie bei einer Fischerfamilie auf Bali gelebt hat. Über vier Monate lang hat sie mit der indonesischen Familie unter einem Dach gewohnt, im Haushalt geholfen, Bananenbäume gefällt, Hähne für den nächsten Hahnenkampf besorgt oder auf dem lokalen Markt Fisch verkauft.

"Das war die Attraktion des Ortes, dass ein Ausländer dort Fisch verkauft."
Melissa über ihre Zeit in einem Fischerdorf auf Bali

Auf ihrem Blog indojunkie.com schreibt sie über die Erlebnisse in ihrem Lieblingsland, gibt Reisetipps und lässt Kenner des Landes in Gastbeiträgen zu Wort kommen. Außerdem kooperiert Melissa mit Firmen, Fluglinien oder Versicherungen und macht Werbung. Der Blog läuft mittlerweile so gut, dass sie davon leben kann und sogar Co-Autoren hat.

Reisen Ja, Auswandern Nein

Nach Indonesien auszuwandern kann sich Melissa trotz ihrer großen Liebe zu dem Land aber nicht vorstellen. "Für mich ist das Leben zwischen Deutschland und Indonesien perfekt", sagt sie. Bei ihren Reisen habe sie neben den faszinierenden und schönen Erfahrungen auch die Nachteile der Inselgruppe kennengelernt: kein Sozialsystem, keine Krankenversicherung, als Ausländer kann man nur sehr schwierig an Land kommen und es werde viel untereinander gelogen, sagt Melissa.

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Ab November geht es für die Reisebloggerin aber wieder für ein ganzes Jahr auf die Inseln. Da will sie dann Sprachkurse für Backpacker anbieten und an einem Surfguide schreiben.