Platte, Tristesse, Gropiusstadt. Seit Christiane F. hat sich in dem Berliner Ortsteil nicht viel verändert. In "Sonne und Beton" von Felix Lobrecht kämpfen vier Halbstarke gegen die Langeweile.

Der Klügere tritt nach, heißt die Regel Nummer 1 im Block. Sonst machen sie dich fertig. Marco war einer der Schlimmsten im Viertel. Wenn er zu Besuch ist, feiern sie ihn wie einen König, Marco ist Lukas großer Bruder. Manchmal will Lukas so sein wie er. Und manchmal nicht. Irgendwie beides.

​Klauen, Kiffen und Billigpizza

Lukas ist 16 und lebt mit seinem Vater in Gropiusstadt, einem berühmt-berüchtigten Ortsteil im Berliner Bezirk Neukölln, einer Plattenbausiedlung im Süden Berlins, direkt an der Grenze zu Brandenburg. 

"Dings - jedes dritte Wort, das Lukas und seine Freunde sagen ist: Dings. Gleich nach 'Opfer'. Dings dies, Dings das. 'Alter' war gestern."
Lydia Herms

Mit seinen Freunden Gino, Julius und Sanchez ist Lukas unterwegs. Gino ist Lukas' bester Freund - schon seit der Grundschule. Julius ist nicht der Hellste, er wohnt bei seinem Bruder und hat deshalb fast immer Gras. Als Dunkelhäutiger in Ostberlin hatte Sanchez keine gute Zeit. Er ist neu in der Klasse. 

Irgendwann steht was an. Ein krasser Plan. Wenn der schief geht, war es das. Dann endet Lukas wie die Alkis, die auf dem Spielplatz zwischen den Wohnblöcken abhängen. Ob die Vier das Ding wirklich gemeinsam durchziehen könnt ihr lesen in "Sonne und Beton".