Der Chef lässt Pizza springen? Ja, ganz nett. Aber hält nicht lange vor. Geld motiviert auch nur kurzfristig. Langfristig müssen wir selbst was tun für die Motivation. Mit der Woop-Methode zum Beispiel.

Das wichtigste für einen motivierten Start in den Tag: Ziele. Und zwar welche, die wir auch gut erreichen können. Die Psychologin Gabriele Oettingen empfiehlt deshalb, morgens einfach mal eine Runde zu Woopen. Woop steht für wish, outcome, obstacle, plan. Und sie empfiehlt dafür folgende vier Schritte:

  1. Was ist mein Wunsch?
  2. Was wäre das Schönste, was passieren würde, wenn es klappt?
  3. Was ist das Hindernis in mir, was hat mich bisher gestoppt? Was hält mich auf?
  4. Der Plan: Wenn ein Hindernis auftritt, wie sieht mein Plan aus, um das Hindernis zu überwinden?
"Ich benutze es, um Klarheit zu bekommen, welche Wünsche ich wirklich erfüllen will, welche ich erfüllen kann und welche mir vielleicht nicht so wichtig sind."
Gabriele Oettingen, Psychologin

Woop ist eigentlich eine Technik, die hilft, sich zu strukturieren. Mit ihrer Hilfe sollen wir uns realistische Ziele setzen. Auf Dauer wird so der Frustfaktor minimiert.

Nicht lang drumrumreden

Zur Unterstützung hat Gabriele Oettingen eine App entwickelt, die uns beim Motivieren helfen soll. Da werden zu den vier Schritten entsprechende Fragen gestellt. Zum Antworten gibt es aber nur 35 Zeichen Platz.

"Am Anfang musste ich ein bisschen üben, denn sonst hatte ich nur so Sprüche wie aus dem Glückskeks: 'Wenn du pünktlich aufstehen, dann du glücklich'."
DRadio Wissen Reporter Martin Schütz hat die App getestet

Klingt erst mal wenig, macht die App aber natürlich nutzbarer, weil man einfach nicht so viel schreiben muss. Und es sorgt auch dafür, seine Gedanken möglichst auf den Punkt zu bringen. Das ist schon der erste Schritt, um sich auf das Machbare zu fokussieren, findet Gabriele Oettingen.

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