Ihr wollt ein schickes Retro-Digitalradio, mit dem ihr DRadio Wissen empfangen könnt? Netzbastler Moritz Metz weiß wie's geht. Er verwandelt ein altes Transistorradio in eine moderne DAB+ Version.

Digital ist besser, das gilt auch fürs Radio. Jedenfalls gibt es DRadio Wissen ja exklusiv über das Digitalradio "DAB+". Auch wenn DAB+ -Empfangsgeräte immer günstiger und vielfältiger werden, sind gerade die preiswerten Empfänger oft nicht allzu ansehnlich. Also haben wir in unserer Selbermach-Strecke ein klassisches 70er-Jahre-Transistorradio mit der Elektronik eines 20€- DAB+ -Radioweckers befüllt. Und dieses Retro-Digitalradio klingt fast genauso gut, wie es aussieht!

Cutten, Löten, Kleben

Der Umbau selbst war gar nicht so schwierig. Beim Zerlegen der beiden Teilespender stellte Netzbastel-Kollege Moritz Metz fest, dass die Digitalradio-Empfangseinheit sehr minimalistisch und modular daherkommt - im Gegensatz zur vollgepackten 70er-Jahre-Bauweise des Altgeräts. Immerhin ließ sich der Lautsprecher und die Antenne des Transistorradios direkt weiterverwenden. Zur Bedienung verlötete Moritz neue Tastknöpfe und Kipphebel, eine frisch beschriftete Frontplatte kam aus einem Lasercutter.

Die Bastelaktion in Bildern:

Das LCD-Display des Radioweckers versetzt Moritz kurzerhand an die Rückseite des Kofferradios, es läuft ja ohnehin immer derselbe Sender. Die wichtigsten Hilfsmittel waren Kneifzange, Heißkleber und Kabelbinder, gefolgt vom Dremel und einem Lötkolben.

Noch nicht komplett digitalisiert ist das große Frequenzwahl-Drehrad des Retroradios, das später über einen Rotary-Encoder und einen Arduino-Minicomputer emulierte Tastendruck-Signale an die Radioplatine senden soll.

Es geht noch komplizierter

Natürlich wäre das Radioprojekt noch komplizierter und funktionsreicher mit einem Raspberry-Pi-Minicomputer und einer DAB+ Zusatzempfangsplatine. Doch gerade dieses simple Umbauprojekt beweist, wie sehr sich die Radio-Empfangstechnik in den letzten Jahrzehnten fortentwickelt hat.

Hier die Anleitung: