Ohne sie gibt es kein Obst und Gemüse - die gute Nachricht: Es ist ganz einfach, ihnen ein Heim zu bieten. In Eine Stunde Netz dreht sich diesmal alles um die Honigbiene.

Gleich bei den ersten Interviewaufnahmen hatte sie schon zugestochen, die Biene, mitten zwischen die Augen unseres Moderators Moritz Metz. Was eine mehrtägige Gesichtsschwellung hervorrief, war eigentlich nur eine Abwehrreaktion auf diesen unbekannten Besucher, der mitten vor dem geöffneten Bienenstock mit dem Mikrofon herumwedelte. Und es sei ihr verziehen. Denn wir verdanken den fleißigen Bienen ungemein viel, die Bestäubung von Obst und Gemüse nämlich - und nebenbei auch noch Wachs und natürlich Honig.

Die Biene ist ein beeindruckend nützliches Insekt - und Imker werden ist nicht schwer. 80 Prozent des deutschen Honigs stammen schon von Hobby-Imkern - und die gibt es dank einfacher Bienenkisten und kompetentem Netz-Wissen auch zunehmend in der Stadt.

Ein alter Imker-Hase ist Siggi Wehrle. Der Bienen-Nerd hütet mindestens eine halbe Million Bienen - und die wohnen einfach auf seiner Terrasse in einem Wohngebiet in Überlingen am Bodensee. Als Vorstand des lokalen Imkervereins, als Ausbilder für Jungimker und als Hornissen-Sachverständiger der Stadt weiß der 63-Jährige alles über die "Superorganismen" - und teilt sein Wissen mit uns - von Bienenstichvermeidung über Bienenstaaten, Bienensterben, Milbenbekämpfung und natürlich: Honigherstellung.