Es vergeht kaum ein Tag, an dem wir nicht über den Klimawandel sprechen. In den USA halten ihn viele für Quatsch. Das hat eine Studie ergeben.

Ob es den Klimawandel überhaupt gibt oder nicht, ist für uns keine Frage. Bei der Klimakonferenz in Paris im November 2015 haben zuletzt 190 Staaten gemeinsame Ziele unterschrieben, um gegen den Klimawandel vorzugehen. In den USA hingegen gibt es immer noch viele Menschen, die ihn infrage stellen. Dort wird zum Beispiel die Integrität einzelner Wissenschaftler oder ganzer Bereiche, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen, angezweifelt. Irische Forscher vom Trinity College haben das herausgefunden. Der Titel ihrer Studie: "Die Zeit, in der der Klimawandel geleugnet wird, ist längst nicht vorbei."

Die Hälfte der US-Amerikaner glauben, der Klimawandel sei menschengemacht

Irische Forscher vom Trinity College haben das herausgefunden. Der Titel ihrer Studie: "Die Zeit, in der der Klimawandel geleugnet wird, ist längst nicht vorbei." Dazu haben die Wissenschaftler Material von 19 großen konservativen Think Tanks in den USA untersucht, zum Beispiel Pressemitteilungen, Interviews und wissenschaftliche Abhandlungen der letzten 20 Jahre. Sie haben herausgefunden, dass nach wie vor der Klimawandel an sich infrage gestellt wird, und dass das in den letzten Jahren sogar mehr geworden ist.

"Aus den Think Tanks wird gegen Wissenschaftler und deren Ergebnisse geschossen. Da wird dann zum Beispiel die Integrität einzelner Wissenschaftler oder ganzer Bereiche angezweifelt."
Tina Kießling aus den Wissensnachrichten

Der Klimawandel wird in konservativen Kreisen an sich angezweifelt. Die globale Erwärmung wird als eine ganz natürliche Phase abgetan, für die der Mensch nichts kann. Nur die Hälfte der US-Amerikaner glauben einer aktuellen Umfrage zufolge, dass der Klimawandel menschengemacht ist.

In einer anderen Studie haben US-Wissenschaftler in allen 50 US-Bundesstaaten Lehrer in den naturwissenschaftlichen Fächern gefragt, wie sie das Thema Klimawandel in ihren Klassen unterrichten. Der Klimawandel war fast überall Thema. Allerdings erzählt fast ein Drittel der Lehrer, dass der Klimawandel natürliche Ursachen hat und dass die Menschen keine Verantwortung tragen. Kleine Anmerkung: Die USA sind das Land, das nach China weltweit am meisten Kohlenstoffdioxid ausstößt.

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