Vor drei Jahren bekam Moritz Metz ein kaputtes Wohnmobil geschenkt - den HY-Wagen. Er hat ihn abschleppen lassen und selbst repariert. Die Geschichte der rollenden Werkstatt.

2011 hat Moritz Metz vom Chaos Computer Camp für DRadio Wissen berichtet. Geschlafen hat er in seinem Auto - zwischen lauter Wohnmobilen. An einem Tag fällt ihm an einem Zelt ein handgeschriebener Zettel auf: Ein italienisches Paar möchte sein Wohnmobil verschenken.

​"Ihnen ist das Auto 70 Kilometer vor Berlin einfach zusammengebrochen. Es hat ganz viel Öl verloren. Dann sind sie zu einer kleinen Werkstatt gerollt."
Moritz Metz - stolzer Besitzer eines 80er-Jahre Wohnmobils
Dieser Zettel brachte Moritz Metz zu seinem HY-Wagen.
© Moritz Metz

Moritz sagt ja zum Hymermobil. 350 Euro kostet der Abschleppdienst, der das Wohnmobil in Moritz Garten gebracht hat. Die Reparatur in der Werkstatt hätte mehrere Tausend Euro gekostet. Moritz entscheidet: Ich mache das selbst - gemeinsam mit einem Freund, der Kfz-Mechaniker ist.

"Mein Freund, der Automechaniker, steckte dann den Kopf in den Motor und entdeckte die Ventildeckeldichtung. Die war verrutscht. Dann haben wir die Dichtung wieder reingesteckt und der Motor lief wieder."
Moritz Metz

Die rollende Baustelle

Moritz Metz hatte eine neue Lebensaufgabe: Das Wohnmobil durch den strengen deutschen Tüv und auf die Straße bringen. Dafür hat er viel Zeit und Geld in das Auto investiert: Der Zylinderkopf musste gewechselt werden. Knapp 3000 Euro hat er für die Ersatzteile bezahlt. Moritz repariert seitdem selbst: "In der Werkstatt wäre das unbezahlbar", sagt er.

Das Wohnmobil ist für Moritz sein zweites Zuhause und sein Büro. Er war damit schon in ganz Europa unterwegs. Für DRadio Wissen sendet er jeden zweiten Mittwoch aus dem HY-Wagen Eine Stunde Netz - manchmal geht es dabei auch um den HY-Wagen selbst - wie hier: Augen auf beim Autokauf.