Das Prinzip ist eigentlich sehr einfach: zwei Linsen, ein geteilter Bildschirm, Neigungssensoren, ein Kasten drum herum - und fertig ist die Cyberbrille für den Tauchgang in virtuelle Welten. Das können wir auch!

Spätestens seit März, wo Social-Media-Gigant die Firma Oculus VR für schlappe zwei Milliarden Dollar gekauft hat, sind VR-Brillen wie die "Oculus Rift" in aller Munde. Deren Potenzial scheint riesig: Die Oculus Rift kann verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren, sagt Facebook-Capo Mark Zuckerberg zu seinem Neuerwerb, obwohl es von diesem Gerät bisher nur teure vorab-Versionen für Entwickler zu bestellen gibt.

"VR-Brillen werden die Welt verändern"

Doch das Erlebnis zieht schon jetzt: Menschen stehen endlos Schlange auf der Messe Ifa in Berlin um mal kurz ausprobieren, wie es sich anfühlt, über die Oculus Rift mit einer virtuellen Achterbahn zu fahren - und verlassen diese Tour mit offenen Mündern, weichen Knien und viel Zustimmung für Mark Zuckerberg: VR-Brillen werden die Welt verändern - zumindest unseren Medienkonsum. Es gibt immer mehr Modelle: Neben der Oculus Rift hat auch Samsung eine solche Brille vorgestellt, Sony arbeitet am Projekt Morpheus. Zuerst waren aber Bausätze wie die "Durovis Dive", die "Refugio 3D" oder das "Google-Cardboard-Projekt".

DIY-Bausätze für Virtual-Reality-Brillen im Test

Das VR-Erlebnis ist auch ohne teure Hardware möglich; mit einem halbwegs aktuellen Smartphone, zwei Linsen, jeder Menge Pappkarton und Klebeband lässt sich eine VR-Brille in wenigen Stunden selber basteln, ganz einfach nach Anleitung aus dem Netz.

Selbst basteln und ausprobieren

Für "Eine Stunde Netz" am 10. September 2014 hat Moderator Moritz Metz alles Material besorgt, um mit den Gästen Fiona Krakenbürger und Christian Grasse mehrere VR-Brillen zusammenzubauen und natürlich auszuprobieren. Von der Achterbahnfahrt über Streetview, Bungeejumping und vielleicht den Toilettensimulator.