Facebook hat sich die Virtual-Reality-Brille Occulus Rift gekauft, Sony (Playstation) entwickelt das Project Morpheus und auch andere kleine Firmen wollen rein in den Markt der virtuellen Realitäten. Für uns auf der Gamescom in Köln spürt DRadio-Wissen-Reporter Thomas Ruscher dem Trend nach.

Virtual Reality: ein alter Hut?

Ähnlich wie bei der 3D-Technik im Kino wird auch an der Virtual Reality-Technik schon seit Jahrzehnten herumgetüftelt. Die ersten Experimente gab es bereits in den 60er-Jahren, doch erst jetzt bricht die Technik auf dem Computermarkt so richtig durch. Bereits im vergangenen Jahr gab es die Oculus-Rift-Brille von Facebook auf der Gamescom zu sehen, dieses Jahr kann man auch die Project-Morpheus-Brille von Playstation ausprobieren. Darüber hinaus gibt es auf der Messe noch eine Reihe kleinere Projekte zu bestaunen.

"Vor allem war mir erstmal ziemlich schwindelig. Ich habe ein paar Sachen ausprobiert, die haben sich schon ein klein wenig wie Achterbahnfahren angefühlt. Aber zugegeben: Ich bin schon ziemlich begeistert"
Thomas Ruscher, DRadio-Wissen-Reporter

Auch kleine Hersteller wollen mitverdienen

Der Hersteller Cyberith arbeitet zum Beispiel an einem Gerät namens "Virtualizer", das die Bewegungen des Spielers digitalisiert. Geht dieser in die Hocke, funktioniert das auch in der virtuellen Welt. Und indem man auf Socken über einer Scheibe auf dem Boden rutscht, bewegt man sich vorwärts. Was irgendwie komisch aussieht, funktioniert trotzdem und wäre vor ein paar Jahren noch nicht möglich gewesen:

"Heutzutage sind die Prozessoren und Grafikkarten und vor allem die Displays sehr viel besser und günstiger zu erwerben als noch in den 90ern. Jetzt ist Virtual Reality nicht mehr aufzuhalten "
Stephan Frank von der Firma Cyberith

Ein Markt mit riesigem Potential

Virtual-Reality-Brillen werden zwar vor allem für Computerspiele genutzt, doch die zwei Milliarden Dollar für Oculus Rift hat Facebook auch bezahlt, weil sie einen vielversprechenden Markt auch jenseits von Spielen und Social Media sehen. Eingesetzt werden kann die Technik zum Beispiel bei virtuellen Konferenzen oder im Bildungsbereich: Mithilfe der Brillen können Chirurgen Operationen üben oder man könnte virtuell an historische Orte reisen und Gebäude begehen.