Ein Gastbeitrag auf dem Online-Portal "Tichys Einblick" hat einen großen Shitstorm ausgelöst und jetzt auch beim Business-Netzwerk Xing Konsequenzen.

Der Reihe nach: Es geht um den Blog des ehemaligen Chefredakteurs der Wirtschaftswoche Roland Tichy. Der bezeichnet sein Angebot selbst als "liberal-konservatives Meinungsmagazin". Dort war am Freitag ein Gastbeitrag erschienen, in dem der Autor Jürgen Fritz "grün-linke Gutmenschen" als "geistig-psychisch krank" bezeichnete.

Tichy selbst hatte sich später für den Beitrag entschuldigt und den Text wieder gelöscht. Trotzdem gab es im Netz viel Protest. Etliche Nutzer hatten am Wochenende auf Twitter und Facebook angekündigt, ihre Profile bei Xing zu löschen - wegen Tichy. Der ist bei Xing Herausgeber des Xing-News-Formats "Klartext".

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<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Premium Mitgliedschaft bei <a href="https://twitter.com/hashtag/Xing?src=hash">#Xing</a> gekündigt. Ich muss <a href="https://twitter.com/hashtag/Tichy?src=hash">#Tichy</a> nicht über meine Beiträge mitfinanzieren.</p>&mdash; Nicole Britz (@dyfustic) <a href="https://twitter.com/dyfustic/status/818070293822504960">8. Januar 2017</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Tichy selbst hat heute (Montag) seinen Job als Herausgeber der "Xing News" aufgegeben. Er selbst spricht von einer Kampagne gegen sich und seine publizistischen Aktivitäten. Er habe auch Morddrohungen erhalten.