Politisch steht die AFD gut da: Bundesweit steht sie derzeit bei 12 Prozent. Aber nicht nur bei anstehenden Wahlen könnte die Alternative für Deutschland Erfolg haben, auch in den Sozialen Medien ist sie richtig gut aufgestellt.

Die Alternative für Deutschland ist Spitzenreiter, zumindest auf Facebook. Circa 216.000 Fans hat sie dort, mehr als alle anderen deutschen Parteien. Zum Vergleich: Die SPD oder die CDU haben weniger als die Hälfte der Fans. Ein Geheimrezept könnten die Inhalte sein, die die AFD auf ihrer Facebook-Seite postet: Die bestehen häufig aus einfacher Polemik.

"Die AFD verwendet auf ihrer Facebook-Seite häufig eine ganz einfache Polemik. Da werden Stammtischparolen gepostet oder andere Politiker diskreditiert."
DRadio-Wissen-Reporter Alexander Franz über die AFD auf Facebook

Es geht gegen Politiker anderer Parteien. Der SPD-Vize-Chef Ralf Stegner ist zum Beispiel als "Phrasendrescher" bezeichnet worden. Dazu kommen immer wieder Anti-Flüchtlings-Posts. "Solche Äußerungen funktionieren bei der AFD-Klientel offenbar sehr gut und
bringen Likes", stellt DRadio-Wissen-Reporter Alexander Franz fest. Stichwort: Waffengewalt gegen Flüchtlinge. Aber auch vom Erfolg von Pegida auf Facebook profitiere die AFD, sagt der Politikwissenschaftler Christoph Bieber.

"Die AFD hat davon profitiert, dass mit der Pegida-Bewegung auch sehr viele Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken stattgefunden haben und sich mit der AFD verzahnt haben."
Politikwissenschaftler Christoph Bieber von der Uni Duisburg-Essen

Offen ist, ob die Facebook-Fans auch als Wählerstimmen taugen. Es nicht klar, wer da alles auf der AFD-Seite auf den Like-Button klickt. "Sind das Leute, die sich nur flüchtig für Politik interessieren und einfach mal irgendwo 'Gefällt mir' klicken oder steckt da wirklich ein nachhaltiges und dauerhaftes Engagement für die Partei hinter", stellt Alexander Franz die entscheidende Frage. Zumindest lasse sich die Plattform ideal für den Wahlkampf nutzen.

Erstmal wird gewählt

Am 13. März sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Dann wird sich zeigen, ob die AFD ihren Erfolg in den Sozialen Medien auch in erfolgreiche Wahlergebnisse umwandeln kann.