"1984" ist ein Klassiker: George Orwell erzählt in dem Buch die Geschichte eines totalitären Überwachungsstaates. Es ist eines der meistgelesenen Bücher des 20. Jahrhunderts - und geht auch jetzt wieder massenhaft über die Ladentheke.

Der Teleschirm ist immer an. Genosse Winston Smith kann keine Minute ohne diesen Monitor in seiner Wohnung leben. Mal dröhnt stumpfsinnige Blasmusik daraus hervor, mal bekommt er Befehle von einer strangen Gymnastiklehrerin, dann blubbert ganz unverständliches Zeug aus dem Lautsprecher. Es gibt kein Entrinnen aus der dauernden Überwachung. Winston versucht es dennoch.

Der Große Bruder weiß alles, sieht alles, kann alles

Als Winston am frühen Nachmittag des 4. Aprils 1984 beschließt, auf den Kantinenfraß zu verzichten, und stattdessen die Mittagspause zuhause im geheimen Winkel seiner Wohnung zu verbringen, weiß er sofort: Er ist ein toter Mann. Er wird ermordet werden, das weiß er. Also beginnt er, sein Tagebuch zu schreiben. Er schreibt, wie sehr er diesen tyrannischen Staat verachtet.

"Neusprech, so der Name der von der Partei eingeführten vereinfachten Sprache. Sie enthält keine Wörter mehr, mit denen man Gefühle ausdrücken kann. Nur Fakten. Und Lügen."
Lydia Herms

1984 ist das düsterste Jahr, das sich ein Kopf ausdenken kann. Das Land Ozeanien, in dem Winston leben muss und für das Wahrheitsministerium arbeitet, liegt dauernd im Krieg, gegen Eurasien oder gegen Ostasien. Der Staat, die Partei, der Große Bruder hat alles im Griff. Winston träumt von einer besseren Welt. Armer Winston.

1984 ist das Meisterwerk von George Orwell

"1984“ von George Orwell, auf Englisch erstmals erschienen im Jahr 1949, auf Deutsch im Jahr 1950, die aktuelle, vorliegende und käufliche Ausgabe erschien im Jahr 2002, übersetzt von Michael Walter, erschienen im Heyne Verlag, 15. Aufl., 393 Seiten, Taschenbuchausgabe: 8,95 EUR.