Die Hilfsbereitschaft in Deutschland ist überwältigend. So überwältigend, dass sich inzwischen regelrechte Kleiderberge in den Hilfseinrichtungen türmen. An anderen Dingen fehlt es. Die Website "Wie kann ich helfen" versucht, die Kräfte deutschlandweit zu bündeln.

Was brauchen die Menschen eigentlich, die auf ihrer Flucht hier in Deutschland stranden? Klamotten, klar. Schuhe. Und erst mal was zu essen. Das ist ziemlich offensichtlich. Da zu helfen ist leicht und entsprechend viele Menschen haben dann einfach auch mit angepackt. Aber es geht natürlich um viel mehr als darum, Kleider zu den Bahnhöfen oder Flüchtlingseinrichtungen zu bringen und dabei mal eben den Kleiderschrank auszumisten.

"Ich bin ganz fest der Ansicht, dass in jedem einzelnen Dorf in Deutschland, in jedem Ort, überall, wo Flüchtlinge untergebracht werden, gibt es auch Menschen, die helfen."
Birte Vogel will Hilfsprojekte sichtbar und suchbar machen

Deutschlandweit haben sich die verschiedensten Initiativen gegründet, die sich um alles kümmern, was danach kommt. Sie sortieren die Kleiderspenden nach Geschlecht und Größe, nach brauchbar und unbrauchbar. Sie stehen an den Essensausgaben der Flüchtlingsunterkünfte. Oder sie unterrichten Deutsch, begleiten die Flüchtlinge zu den Ämtern, bieten Kinderspiele an, Nähkurse, Musik...

Hilfsangebote sichtbar machen

Das Hilfsangebot ist so vielfältig wie unübersichtlich. Und wer mitmischen und selber Hilfe anbieten möchte, der muss sich erst einmal aufwändig durch unzählige Seiten und Initiativen klicken. Einfacher wäre es da natürlich, all diese Initiativen irgendwo zu bündeln. Genau das hat Birte Vogel gemacht. Einfach mal so nebenbei.

"An jedem Ort sind andere Flüchtlinge untergebracht. Manchmal sind viele Kinder untergebracht, manchmal ältere Leute. Da muss man vor Ort nachfragen."

Unter wie-kann-ich-helfen.de hat die freie Journalistin eine Deutschlandkarte zur Verfügung gestellt, auf der sie Flüchtlingsinitiativen und deren Kontaktdaten sammelt. So lässt sich schnell herausfinden, wo man sich in der näheren Umgebung einbringen kann und vor allem, welche Hilfe da benötigt wird. Denn der Bedarf ist regional sehr unterschiedlich. Was aber vor allem fehlt: spezielle Projekte für Frauen. Denn auf ihren Schultern lastet der meiste Druck, sagt Birte Vogel.