Jarett Kobek ist Autor und er hasst das Internet. Genau darüber hat er ein Buch geschrieben, das jetzt auch auf Deutsch erscheint. "Ich hasse das Internet" ist ein Roman, in dem es nur um Werbung und Nonsense geht - wie im Netz.

In Deutschland ist das Buch beim Fischer-Verlag erschienen und die Website dazu ist schon mal richtiger Nonsense: Erst eine 404-Meldung, dann folgt ein Spiel, das aussieht, als sei es aus den Neunzigern - irgendwann dann der Hinweis zum Buch. Aber worum geht's? Ums Netz - im weitesten Sinne. Angefangen hat alles damit, dass Jarett Kobek das Internet eigentlich ganz gerne mochte. Aber mit den Jahren kam Ernüchterung dazu. Was viele am Netz so lieben - Katzenvideos, Gifs von Pandabären, lustige Failvideos - hat Jarett irgendwann nur noch genervt. Dazu kommt: Die Entwicklung des Internets hat Unternehmen wie Facebook und Google gepusht. Damit hat das Netz indirekt dazu beigetragen, dass es im Silicon Valley ein paar Hyperreiche gibt. Unserer L.A.-Korrespondentin Nicole Markwald hat Jarett Kolbek erzählt, dass es ihn vor allem stört, dass diese Hyperreichen entscheiden, wie wir heute leben und uns austauschen.

"The way that the platforms on the internet have been constructed, is like everything is an advertisement. Even if you don't mean to advertise you are still advertising, you are still creating buzz for nonsense."
Jarett Kolbek erklärt, warum er da Netz doof findet

Nicole Markwald hat Jarett Kolbeks Buch übrigens gelesen. Das hat dazu geführt, dass sie sich immer mehr hinterfragt hat. Nach dem Motto: Was mache ich da eigentlich die ganze Zeit im Netz? Eine Frage, die deutsche Nutzer sich viel eher stellen als amerikanische Nutzer. Ganz ohne Netz geht es allerdings auch nicht - nicht mal für Jarett Kolbek. Zu seinen Interviewterminen kommt er in der Regel immer mit einem Uber. Das ist angeblich aber die einzige App, die der Autor nutzt.