Weil die Bezahlschranke bei Spiegel Online nicht funktioniert, soll Chef Florian Harms gehen. Wieder wird ein interner Spiegel-Streit in der Öffentlichkeit ausgetragen.

Vor zwei Jahren musste nach einem öffentlich ausgetragenen Streit Spiegel-Chefredakteur Wolfgang Büchner gehen. Sein Projekt "Umbauen für die Zukunft" ist mit viel Krach und unter öffentlicher Begleitung gescheitert - vor allem an den Eigentümern des Spiegels. Die setzen sich zur Hälfte aus den Mitarbeitern der Zeitschrift zusammen.

Schon wieder gibt es einen Streit an der Ericusspitze in Hamburg: Diesmal trifft es Florian Harms, den Chef von Spiegel Online. Wie die Medienjournalistin Ulrike Simon berichtet, steht er kurz vor einer Ablösung, weil die ersten Bezahlschranken-Gehversuche nicht funktionieren. Wieder wird der Streit öffentlich ausgetragen. Zufall? Oder liegt das an der Eigentümer-Struktur des Spiegels? Ob die Struktur des Spiegels eine Bremse für die eigene Zukunft ist, klären Daniel Fiene und Herr Pähler mit Ulrike Simon.

Schmalbart tritt gegen Breitbart an

Die rechtspopulistische Webseite Breitbart-News ist während des US-Präsidentschaftswahl nicht nur als großer Trump-Stütze, sondern auch als Sammelhort für rechtes Gedankengut aufgefallen. Den schillernden und provokanten Kopf hinter dem Projekt, Milo Yiannopoulos, haben wir euch schon vorgestellt.

Breitbart will demnächst in Deutschland starten. Jetzt gibt es ein Projekt von deutschen Bloggern, die ein Breitbart-Watchblog starten möchten. Arbeitstitel: Schmalbart. Christoph Kappes hat den Aufruf in dieser Woche in seinem Blog gestartet und berichtet in dieser Ausgabe von unserem Medienmagazin von den ersten Reaktionen und wie es jetzt weitergeht.

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