Die Ozonschicht über dem Nordpol ist sehr dünn. Durch den Klimawandel werden chemische Reaktionen ausgelöst, die Ozon in Sauerstoff spalten. Dadurch steigt die Gefahr auf Sonnenbrände schon im Frühling stark an.

Die Ozonschicht befindet sich in der Stratospähre. Wenn die Temperatur dort unter minus 78 Grad fällt, reagiert das Sonnenlicht mit dem vorhandenen Chlor. Diese chemische Reaktion verursacht, dass Ozon zu Sauerstoff aufgespalten wird. Momentan herrschen in diesem Bereich der Atmosphäre bereits minus 90 Grad.

Klimawandel verantworlich für größeres Ozonloch

Auch die Eiskristalle, die sich bei extremer Kälte in den Wolken der Stratossphäre bilden, fördern diesen Prozess. Dadurch fehlt Ozon. Zurzeit dehnt sich das Ozonloch schon bis Mitteleuropa aus. Durch die schützende Schicht, die fehlt, laufen wir schon im Frühling Gefahr, uns einen Sonnenbrand zu holen.

Die FCKW-Gase, die wir Menschen jahrelang in die Luft geblasen haben, sind sozusagen der Katalysator. Dieses Mal ist jedoch der Klimawandel entscheidend: Forscher des Alfred-Wegener-Instituts stellten fest, dass der letztendlich für die tiefen Temperaturen über dem Nordpol verantwortlich ist. Damit das Ozonloch sich nicht allzu weit ausdehnt, müssten die Temperaturen bis März deutlich steigen. Ob es dazu kommt, lässt sich aber nicht voraussagen.

Langfristig kleiner Hoffnungsschimmer

Die Wissenschaftler vom Alfred-Wegener-Institut erwarten, dass dieser Effekt bis zum Ende des Jahrhunderts wieder ausgeglichen wird. Denn dann müssten die Reste der FCKW-Gase aus der Atmosphäre verschwunden sein. Bis dahin wird es über der Arktis vermutlich öfter ein Ozonloch geben.

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